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andreasty aktualisiert.
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06.06.2026 um 15:48 Uhr #2666
andreastyAdministratorWenn ich heute mit 66 Jahren auf mein Leben zurückblicke, denke ich oft an den Sommer des Jahres 1985 zurück. Damals ahnte ich nicht, dass ein Urlaub in Istrien der Beginn einer langen Reise mit einer Krankheit sein würde, die mein Leben grundlegend verändern sollte.
Während dieses Urlaubs sprang ich ins Wasser und riss mir dabei beide Ellenbogen auf. Zunächst schien es nur eine harmlose Verletzung zu sein. Doch schon am nächsten Tag bemerkte ich ein seltsames Kribbeln und Taubheitsgefühle in beiden Füßen. Tag für Tag wanderten die Beschwerden weiter nach oben. Das Kribbeln erreichte die Beine, später die Genitalregion und schließlich den Bauch.
Langsam machte sich Angst breit. Ich suchte einen Arzt auf und bekam den Rat, den Urlaub abzubrechen und nach Deutschland zurückzufliegen. Wieder zu Hause stellte ich mich bei Ärzten in Gießen vor. Die Diagnose lautete zunächst immer wieder: Nervenentzündung.
Nach einigen Wochen verschwanden die Symptome vollständig. Alles schien wieder normal zu sein. Doch die Unsicherheit blieb. In den folgenden Jahren traten immer wieder Beschwerden auf. Mehrfach wurden Kernspintomographien durchgeführt, doch eine eindeutige Erklärung fand man lange Zeit nicht.
Dieser Zustand zog sich über etwa zehn Jahre hin. Erst dann erhielt ich endlich die richtige Diagnose: schubförmige Multiple Sklerose (MS).
Mit der Diagnose begann ein neuer Lebensabschnitt. Anfangs konnte ich mein Leben noch weitgehend normal gestalten. Ich reiste viel und versuchte, mich von der Krankheit nicht einschränken zu lassen. Doch mit jedem neuen Schub wurden die Folgen deutlicher spürbar. Zunächst brauchte ich einen Gehstock, später wurde der Rollstuhl zu meinem ständigen Begleiter.
Im Laufe der Jahre wandelte sich die Erkrankung von einer schubförmigen MS zu einer sekundär progredienten MS. Die Verschlechterung kam nun schleichend, aber stetig. Viele Fähigkeiten, die früher selbstverständlich waren, gingen nach und nach verloren.
Seit 1998 bin ich Rentner. Heute sitze ich dauerhaft im Rollstuhl. Mein Alltag ist von den Einschränkungen der Krankheit geprägt. Dennoch habe ich gelernt, mit der Situation zu leben und mich den Herausforderungen anzupassen.
MS hat mir vieles genommen, aber sie hat mir auch gezeigt, wie wichtig Geduld, Durchhaltevermögen und die Unterstützung von Familie, Freunden und medizinischen Fachkräften sind. Mein Leben verlief anders, als ich es mir einst vorgestellt hatte. Doch trotz aller Schwierigkeiten blicke ich auf einen langen Weg zurück, den ich mit Mut und Ausdauer gegangen bin.
Meine Geschichte zeigt, wie schwierig die Diagnose von Multipler Sklerose sein kann und wie unterschiedlich die Krankheit verläuft. Sie ist ein Teil meines Lebens geworden – nicht freiwillig, aber unausweichlich. Und sie hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Mittlerweile habe ich Pflegerad 5 und werde von meiner Frau gepflegt. Vielen Dank Schnuppi für alles-
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andreasty geändert.
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